Gerhard Baer

Gerhard Bär


„Künstler sind das Gewissen der Nation. Deshalb bin ich irritiert,
dass es heute so wenig Protest gibt“
( Robert Rauschenberg )


Gerhard Bär sieht seine Arbeit in der Tradition der Vermittlung von Inhalten. Als Künstler übernimmt er gesellschaftspolitisch Verantwortung. Er setzt Kunst als Kommunikationsmittel zur Vermittlung dringender gesellschaftspolitischer Fragestellungen ein. Seine Kunst besteht in Interventionen in Wirtschaftsunternehmen und gesellschaftliche Zusammenhängen. In diesen Zusammenhängen entwickelt er mit den Beteiligten relevante, ökonomisch wertvolle, Lösungsmodelle. Es geht ihm um das Bewusstsein und die Wahrnehmung des Betrachters, das Nachdenken über die Bedeutung der Dinge, ihre Entstehung, ihren Verbrauch, ihre Herkunft und ihre Zukunft. Ziel ist ein Thema so zu kommunizieren und zu inszenieren, dass die Betrachter diesen Inhalt mit einem starken Erlebnis von Kunst in Verbindung bringen.

Gerhard Bär hat mit Beata Bär und Hartmut Knell 1992 Bär+Knell Design gegründet. Von 1992 bis heute hat diese Gemeinschaftsarbeit zu Ausstellungen in so wichtigen Museen wie der Pinakothek der Moderne, München, Victoria+Albert Museum, London, Stedeljik Museum, Amsterdam, MAK, Wien, Philadelphia Museum of Art, Philadelphía, Denver Art Museum, Denver, USA, Kunstgewerbemuseum Gent, Belgien, Kunstgewerbemuseum Berlin, Vitra Design Museum, Weil am Rhein und vieler anderer. In den Museen finden sich in den ständigen Sammlungen einzelne Werke und Werkgruppen. Florian Hufnagel, Leiter und Sammlungsdirektor, Die Neue Sammlung, München spricht bei Bär+Knell von „Wie bunte Phönixe steigen ihre Objekte aus unseren Müllbergen. Alle Objekte werden aus gebrauchten Kunststoffen oder Kunststoffverpackungen hergestellt. Die Arbeit übernimmt in diesem Prozess eine ästhetische und ökologische Verantwortung. Im Mittelpunkt dabei steht das Prinzip des Recyclings. Seit etwa 2003 arbeitet Gerhard Bär nicht mehr als Designer, sondern als Künstler.

Eine aktuelle Arbeit von Gerhard Bär ist die große Mount Everest Aktion. Sie ist in China das erste für die Mount-Everest-Region eingerichtete interdisziplinäre Langzeitprojekt, in dem Umweltschutz, Bildung und Bergsteigen vereinigt werden und welches dazu dient, ein kulturelles Modell der nachhaltigen Entwicklung zu kreieren. Im April 2006 wurde in China die erste „chinesische Mount-Everest-Umweltschutz-Bergsteigermannschaft“ offiziell zusammengestellt. Diese Mannschaft besteht aus Mitgliedern des China Tibetan Mountaineering Teams und freiwilliger Teilnehmer vorangegangener Mount-Everest-Umweltschutzaktionen. Außer den jährlichen Säuberungsaktionen für den Mount Everest werden sie auch noch gemeinsam Umweltschutz- und Reinigungsarbeiten für berühmte Berge und Flüsse Chinas ausführen. Das Projekt wiederholte sich seit 2006 jährlich und findet seinen Abschluss 2008 anlässlich der Olympischen Sommerspiele in Peking. Dann nämlich wird das olympische Feuer über den Qomolangma (Mount Everest) nach China getragen. Gerhard Bär wurde als einziger Künstler in dieses Team integriert. Es sollte eine Werkgruppe von „clean ups“ in Form von Bildern und Objekten entstehen. Ausgangsmaterialien für die Bilder und Objekte sind Abfälle, weggeworfene Kunststoffe und Verpackungen, die während der Säuberungsaktion in Tibet zusammengetragen wurden. Die Sammelorte erstrecken sich über Lhasa, Rikaze und Dingri (mit all seinen Klöstern und Palästen) bis hin zum Mount Everest (Basislager) und weiter bis auf eine Höhe von 6000 m Richtung Gipfel. Die gefundenen Materialien werden gereinigt und getrocknet, bevor sie zu „clean ups“ verarbeitet werden und im gestalterischen Prozess eine neue ästhetische Qualität erhalten. Die Verpackung wird von ihrer ursprünglichen Alltagsfunktion gelöst und als Werk zum künstlerischen Bedeutungsträger.

Gerhard Bär
Dipl. Designer/Artist 


Karl – Marx – Str.168

12043 Berlin

Tel. 030 68409275

Mobil 0171 2834238

woodybaer@t-online.de



Career to date:

1981 – 87 Faculty of Interior Architecture at Mainz Institute of
Technology

1987 – 89 Freelance work

1989 Collaboration with TRAU in Turin, Arredamenti per ufficio
Development and realisation of the "Barbarossa" office furniture range

1990 Living in Italy

1991 Living in France

1992 Bär + Knell Design is founded together with Beata Bär and Hartmut Knell 
www.baer-knell.de

2008 fair-ethics, www.fair-ethics.com together with Wolf Guenter Thiel


Selected public collections


Die Neue Sammlung, Munich, Germany

Victoria & Albert Museum, London , UK

Stedelijk Museum, Amsterdam, Netherlands

Philadelphia Museum of Art, Philadelphia, USA

Vitra Design Museum, Weil am Rhein, Germany

Kunsindustraad Museum,Copenhagen

Museum Gent, Belgium

Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Germany

Islandics Museum of Design, Island

MAK, Vienna, Austria

Technik Museum, Vienna, Austria

Indianapolis Museum of Art

Stewart Collection,Montreal


Projects:

Fair-ethics, Berlin, Germany, www.fair-ethics.com, mit Wolf-Guenther Thiel

Virtual Methan factory

Mt. Everest cleaning action

Soziales Plastik
Bär + Knell




2010

Stewart Collection, Montreal


2009

Indianapolis Museum of Art


2008

Tibet, Base-Camp, Mount Everest, Cleaning action

Dubai, UAE, Re-art one, Lighting Installation

MAK Vienna, Austria, formlos

Stilwerk, Berlin, Montana Art Tour


2007

Poznan, Posen, Polen, Asia – Europe mediations
Mount Everest, Tibet, cleaning action

Milano, Salone Satellite, Jubiläumsausstellung

Islandics Museum of Design, Ausstellungsbeteiligung

Mülleimer, Landkreis Heilbronn

ABU DHABI, UAE, Arabian Mosaic,

Mannheim, Cafe Filsbach


2006

Tibet ( China ) Mt. Everest Cleaning Action at the third Pole of the Earth

Nacht der Langen Museen, Ludwigshafen, BASF AG, Gesellschaftshaus, Farben des
Konsums

Commerzbank, Frankfurt ( Farben des Konsums )

Passagen/Köln


2005

Weltjugendtag 2005, Köln ( Marienfeld, Abschlussveranstaltung Vigil )

EXPO-nate, Mannheim

WTO 2005, Shanghai, China


2004

Ministerium für Wirtschaft und Arbeit NRW, K - 2004

On the wall, London

Satellite 2004, Milano

Passagen, Köln, ESPRIT - Shop


2003

CITTaZIONI: un caso di Public art a Milano, porta Venezia, Milano

"Farben des Konsums" Narva/Osramturm, Berlin Oberbaumcity

Recycling Koziol "wir lieben unser Land" Berlin Style Showroom

Recycling Rentmeister, Galerie Otto Schweins, Köln


2002 
Calgon - Bibliothek, Art Forum, Berlin

Galleria Antonio Battaglia, Mailand

Galleria Antonia Jannone, Mailand


2001

RecycleBar, Museum Kunst Palast, Düsseldorf

“Farben des Konsums”, NRW-Forum Düsseldorf

“Die Farbe des Himmels”, Galerie Norbert Ebert, Darmstadt

Kunst Köln 2001, Galerie Norbert Ebert

Galleria Antonia Jannone, Mailand


2000

Afrikanischer Pavillon, Expo 2000, Hannover

Galerie Brigitte Schenk, Köln, Plastik und Licht


1999

Internationales Designzentrum, Berlin, „Mehr als Plastik „


1998

“Kunststoff 2000 - Visionen aus recyceltem Kunststoff”, Cubus Kunsthalle Duisburg


1997 

Eva Maria Roer, Bad Kissingen


1995

Kunststoffe 2000 - Visionen aus recyceltem Kunststoff, made in.., Düsseldorf


1994 

Umweltministerium Baden Württemberg
Katakomben, Berlin
 

Groupe Exhibition (Selection)

2006

Die Welt der Kindermöbel, Möbel Museum Wien


2005 

Umweltbundesamt Dessau, RE – ART ON

Passagen,Köln


2004

Coburger Designtage Farben des Konsums

KunstNacht Bad Wimpfen

ReArtOne, Ihlienworth


2003

Kunst Kunststoff Kunststoffrecycling, Berlin

Musee de design et d'arts appliques contemporains, Recycling/Design, Lausanne
Künstlerbund Heilbronn, Afrika im Blick


2002

Technik Museum, Wien

Visions of Arts and Craft in the 20 th., Danish Museum of dekorative Art, Kopenhagen


2001 

“Fellissimo”, Design 21, New York

At Home with Plastics”, Geffrye-Museum, London


2000 

“Design World 2000”, Museum of Art and Design, Helsinki (eigener Raum)

Jahrhundertausstellung, Kunstgewerbemuseum, Berlin

No soap no Hope, Galerie Ca D'oro, Berlin / Rom


1998/99

“Bewußt einfach”, Vitra Design Museum, Weil am Rhein 
(wanderte weiter nach Sao Paulo, Santiago de Chile, Buenos Aires,
Caracas, Wellington, Melbourne, Sidney, Jerusalem, Daejon, Chiang Mai, Manila)

Kimilounge Herbstbar 99, Steirischer Herbst, Graz


1998

Museum für angewandte Kunst, Köln, Design mit Zukunft

Plastics + Design, Die neue Sammlung, München


1997

“Re(f)use”, Landesgewerbeamt/Design Center, Stuttgart (wanderte weiter nach Den
Haag,
Barcelona, Lissabon, Porto, Athen, Paris, Kopenhagen)

Kid Size-Möbel und Objekte für Kinder, Vitra Design Museum

Design mit Zukunft, Focke Museum, Bremen

Kunststücke aus Kunststoff, Kunststgewerbemuseum, Staatliche Museen Berlin


1996

„Design Exchange", Toronto

Louisiana Museum of modern Art, Dänemark

Produkte, Fetische, Rituale, Übersee Museum Bremen

Re-Materialize, Royal College of Art, London, Aberdeen, Surrey


1995 

“Maggi-Edition”, Nestlé-Haus, Frankfurt a.M. (wanderte weiter nach Darmstadt, Essen,
Vevey)

Living tomorrow, Haus der Zukunft, Brüssel

Die Kunst und das Schöne Ding, Neues Museum Weserburg, Bremen


1994 

Designed in Germany, Design und Ökologie, Rat für Formgebung, Frankfurt


1993

Begegnung zwischen den Stühlen, Galerie D 19, Chemnitz

“In my search for new creations I consciously turned my attention to garbage, waste, discarded products – quite simply, the unusable.” - Arman, 1961