Berlin-Neukoelln – Harzer Strasse 2012

7500 Quadratmeter Wohnfläche, 137 Wohnungen, mehr als 600 Bewohner, mehrheitlich Roma aus einem Dorf in der Nähe von Bukarest, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, alle machen mit. In Containern sammeln die Bewohner ihre Verpackungskunststoffe wie Shampooflaschen, Chipstüten, Einkaufstüten und Nudelverpackungen entsprechend ihrer Materialzugehörigkeit (ld-pe, hd-pe, pp). Parallel dazu werden Sammelaktionen im öffentlichen Raum (Parks, Spielplätze etc.) durchgeführt.

In der eigens für das Projekt auf dem Grundstück eingerichteten Werkstatt werden die gesammelten Kunststoffabfälle in einem einfachen Prozess verarbeitet. Dabei werden die Kunststoffe miteinander verschmolzen und formbar gemacht. Die Farben und Aufdrucke bleiben weitgehend erhalten. Die Werkstatt steht allen Bewohnern offen. Im Rahmen von Workshops erlernen sie die Technik und sind dann sehr schnell in der Lage, Gebrauchsgegenstände wie zum Beispiel Schalen, Hocker und Papierkörbe herzustellen, sowie eigene Ideen umzusetzen.

Ziel des Projekts ist es, eine kleine Manufaktur zu etablieren, die den Bewohnern der Harzer Strasse eine Möglichkeit bietet, Geld zu verdienen und die gleichzeitig das Bewusstsein für die Umweltthematik schärft. Das Projekt ist auch  dazu gedacht, einen Raum zu schaffen für die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichsten Menschen um so die interkulturelle Verständigung zu verbessern.

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